Selina Frey
Ich bin in einer Grossfamilie aufgewachsen – geprägt von starken Frauen, gegenseitiger Verantwortung und dem Selbstverständnis, dass man sich einbringt, wenn man etwas bewegen will.
Mein Vater, Ingenieur und Unternehmer, hat mir wirtschaftliches Denken, berufliche Leistungsbereitschaft und Verantwortung vorgelebt. Meine Mutter gleichzeitig politisches Engagement, Emanzipation, und als Lehrerin und Mensch soziale Verantwortung und Chancengleichheit. Diese beiden Perspektiven prägen meine politische Arbeit bis heute.
Persönliche Motivation und Herkunft
Wohlstand allein macht nicht glücklich. Aber er schafft Sicherheit – und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sich für Anliegen einzusetzen, die über das eigene Leben hinausgehen. Dass gute Startbedingungen nicht selbstverständlich sind, ist mir sehr bewusst. Gerade deshalb engagiere ich mich politisch für einen starken Standort, faire Chancen, sozialen Zusammenhalt und eine Stadt, die für die Menschen in ihr funktioniert.
Aufgewachsen bin ich eher ländlich (im Kanton Solothurn), mit viel Nähe zur Natur. Viel Zeit habe ich als Kind und Jugendliche auch im Tessin verbracht. Seit meinem Studium habe ich in verschiedenen Städten im In- und Ausland gelebt und bin seit über zwölf Jahren in Zürich zuhause. Lange habe ich zuerst in Wipkingen gewohnt, heute lebe ich mit meiner Familie in Höngg. Diese Perspektivenvielfalt und die Nähe zu unterschiedlichen Quartieren prägen meinen Blick auf Stadtpolitik bis heute.
Berufliche Spezialisierung: Politik, Wirtschaft und Digitalisierung
Beruflich habe ich mich bewusst auf die Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Digitalisierung spezialisiert. Nach meinem Studium der Politikwissenschaften und des Rechts habe ich in der Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie in nationalen und internationalen Digitalisierungs-, Innovations- und Smart-City-Projekten gearbeitet. Dort habe ich Verantwortung in komplexen Transformationsvorhaben übernommen – von der strategischen Konzeption bis zur Umsetzung. Digitalisierung war für mich dabei nie Selbstzweck, sondern immer ein Gestaltungsinstrument: um aktuelle Herausforderungen besser zu meistern, Entscheidungen transparenter zu gestalten und den Menschen in seinem Wirken zu unterstützen. Diese Perspektive bringe ich sowohl in die Wirtschaft als auch in die Politik ein. Ergänzend habe ich mich mit einem Master of Advanced Studies in Management, Technologie und Wirtschaft an der ETH Zürich weiter vertieft.
Heute arbeite ich wieder als Politikwissenschafterin in der Wirtschaft und stehe beruflich in engem Austausch mit nationalen und internationalen politischen Prozessen. In diesem beruflichen Kontext bringe ich mich in verschiedenen Verbänden und Gremien ein und verbinde wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Perspektiven.
Zürich – eine Stadt mit Charakter
Zürich erlebe ich als offene, lebendige und urbane Stadt, die sich dennoch ihren persönlichen Charakter in den Quartieren bewahrt hat. Ich liebe es, in Cafés zu sitzen, über Märkte zu schlendern oder auf Plätzen dem Leben zuzuschauen – und mir bewusst zu machen, für wen ich mich im Gemeinderat engagiere. Für die Menschen, die hier leben, arbeiten, Familien gründen oder älter werden. Damit wir alle ein gutes Leben behalten können – heute und in Zukunft.
Politisches Engagement in verschiedenen Rollen und Ebenen
Unabhängig davon engagiere ich mich politisch neben meiner Arbeit als Gemeinderätin auch als Co-Präsidentin der GLP Stadt Zürich und auf kantonaler Ebene in der Parteileitung. Dabei ist mir wichtig, über Ebenen hinweg zu denken: für eine starke Schweiz, einen starken Kanton Zürich und eine starke Stadt Zürich. Denn nachhaltige Lösungen entstehen dort, wo kommunale, kantonale und nationale Perspektiven zusammengedacht werden.
Verantwortungsvolles und lösungsorientiertes Handeln
Als Gemeinderätin der Grünliberalen Partei setze ich mich für Lösungen ein, die tragfähig sind und Mehrheiten finden. Ich glaube nicht an einfache Antworten, sondern an machbare Lösungen. Und ich bin überzeugt, dass Verantwortung dort übernommen werden sollte, wo Entscheidungen Wirkung entfalten – heute auf kommunaler Ebene und langfristig auch auf übergeordneten Ebenen.
Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass Veränderung dann wirkt, wenn man sie gestaltet: mit Verantwortung, Augenmass und dem Blick auf die Menschen im Alltag – im Quartier ebenso wie in der Stadt als Ganzes. Wenn neben Beruf und Politik Zeit bleibt, finde ich Ausgleich im Sport, etwa beim Badminton, und in Momenten, die Abstand zum politischen Alltag schaffen, besonders in der Familie.
